28.10.2015

Hilfreiche Tipps vor dem Kauf eines Treppenliftes

Viele Menschen mit körperlichen Einschränkungen, aber auch ältere Menschen, sind in der Mobilität so eingeschränkt, dass es ihnen schwer fällt, Treppeneingänge und Treppenhäuser zu bewältigen. Mit einem Treppenlift erfahren diese Personen eine besondere Alltagserleichterung, mehr Flexibilität, mehr Lebensfreude und natürlich auch mehr Mobilität.

Niemand ist nur alleine auf seine eigenen vier Wände angewiesen, sondern kann mithilfe eines Treppenliftes wieder am öffentlichen Leben teilhaben.

In diesem Artikel werden die wichtigsten Tipps zum Kauf eines Treppenliftes zusammengefasst.

Die Wahl des richtigen Treppenliftes


Ausgehend von der körperlichen Beeinträchtigung werden auf dem Markt verschiedene Treppenlifte angeboten.

Je nach Ausgangssituation sollte man sich nach folgenden Merkmalen entscheiden:

  • Wer vornehmlich beim Treppensteigen Probleme hat, sich ansonsten aber noch frei bewegen kann, ist mit einem Sitzlift gut beraten.

  • Ist man hingegen auf einen Rollstuhl angewiesen, sind die sogenannten Hub- und Plattformlifte zu bevorzugen. Letztere erkennt man daran, dass sie eine befahrbare Rampe besitzen, mit der gefahrlos auch größere Höhenunterschiede bewältigt werden können.

Beratung – das A und O


Wer auf der Suche nach dem geeigneten Treppenlift bereits einen Hersteller in die engere Wahl genommen hat, sollte sich auf jeden Fall eingehend beraten lassen und ehestmöglich einen Termin vor Ort vereinbaren. In den eigenen vier Wänden kann man dem Servicemitarbeiter die wohnliche Situation darlegen, so dass dieser einen konkreten Kostenvoranschlag erstellen kann.

Hier sollte man auch nicht davor zurückschrecken, relevante Informationen über den Krankheitsverlauf mitzuteilen um ein möglichst individuelles Angebot zu ermöglichen.

Während des Beratungsgesprächs wird der Mitarbeiter auch die mögliche Beschaffenheit des Treppenhauses und des Eingangsbereiches in Augenschein nehmen.


Preise vergleichen und möglichst viele Angebote einholen


Nach dem Erhalt des Kostenvoranschlags sollte man diesen natürlich eingehend prüfen und mit möglichst vielen anderen Anbietern vergleichen. Hilfe bieten verschiedene Fachportale im Internet.

Auf keinen Falls sollte man sich unter Druck setzen lassen. Viele Berater erklären, dass es sich bei diesem Kostenvoranschlag nur um ein zeitlich begrenztes Angebot handelt. In diesem Fall sollte man sich erst gar nicht auf Diskussionen einlassen.

Bezuschussung beantragen


Treppenlifte kosten in der Regel zwischen 2.500 und 35.000 Euro. Für diesen finanziellen Aufwand kann und sollte man unbedingt bei der Krankenkasse oder Pflegeversicherung eine Bezuschussung beantragen.

Pro Person kann man mit bis zu 4.000 Euro Bezuschussung für die Kosten eines Treppenliftes rechnen. Die Voraussetzung ist die Einstufung in eine Pflegestufe 1, 2 oder 3. Bei einer diagnostizierten Demenzerkrankung ist keine Pflegestufe erforderlich.

Liegt der Grund der körperlichen Einschränkung in einem Arbeitsunfall, kann unter Umständen auch die Berufsgenossenschaft zuständig sein. Im Rahmen einer Wiedereingliederungsmaßnahme kann man auch einen Zuschuss von der Rentenversicherung beantragen.

Vorsicht beim Kaufvertrag


Eigentlich selbsterklärend und dennoch häufig vernachlässigt wird das genaue Durchlesen des Kaufvertrages bevor dieser unterzeichnet wird.

Besonders achten sollte man darauf, dass in der Kaufsumme nicht nur der reine Treppenlift, sondern auch die notwendigen Montage- und Installationskosten enthalten sind. Schon so mancher hat hinterher böse Überraschung erlebt und musste mit zusätzlichen, hohen Einbaukosten rechnen.

Seriöse Anbieter weisen auf alle anfallenden Kosten hin und führen diese auch besonders übersichtlich im Kaufvertrag auf.

Mitunter können für einen geringen Aufpreis auch regelmäßige Wartungen des Treppenliftes vereinbart werden.

Einbau und Montage


In der Regel benötigen Monteure, je nach Aufwand und Zustand des Treppenhauses sowie nach Art des gekauften Liftes, etwa einen Tag für die Montage.


Achten sollte man hierbei darauf, dass im Anschluss an die fertige Montage auch eine kurze Einschulung stattfindet und eine Bedienungsanleitung in schriftlicher Form ausgehändigt wird.

von Tim Benjamin Peters
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