24.01.2014

Leseempfehlung: AOK und BILD vs. Pflege?


Gerade wurde ich auf einen Artikel aufmerksam gemacht, der zu der Kampagne der AOK gemeinsam mit der BILD Stellung nimmt. Als Nicht-Leser dieser "Zeitung" habe ich davon zunächst gar nichts mitbekommen, kann den Autoren in seinen Aussagen nur unterstützen.
Die Frage, warum die BILD und die Pflege nicht verstehen können liegt schnell auf der Hand: Pflege ist ein Feld, dass eng mit Emotionen verknüpft ist und Emotionen bringen in der Boulevard presse nuneinmal Geld. Pflegequalität wird sehr uninteressant, wenn man stattdessen über "Prügelnde Schwestern"  "berichten" kann. Das ist zwar traurig, aber nichts neues.
Warum die AOK sich dennoch auf die BILD als Medienpartner stützt ist daher schon eher ein Rätsel. Lesen Pflegende anteilig so häufig die Bild? Wohl eher nicht. Wie ich zu dieser Annahme komme? Die Bild ist seit jeher eine "Zeitung", die einen eher männlichen Stammleser als Zielgruppe hat. Das sog. "Bild-Girl" und diverse andere sexistische Entgleisungen, machen dieses Blatt wohl für die meisten, insbesondere Frauen unlesbar. Die Pflege hat in der Praxis aber einen bekanntermaßen hohen Frauenanteil. Die Überschneidung zwischen "Bild" und "Pflege" könnten also kleiner kaum sein.

Also bleibt noch immer die Frage: Sehr geehrte Vertreter der AOK, WARUM DIE BILD?!

Alexander Keller schreibt dazu: 
Unheilige Allianz zwischen Boulevard und AOK? Eine ursprünglich gut gemeinte Kampagne der AOK zur Fehler-Kultur in Pflege- und Gesundheitsberufen sorgt für große Aufregung bei Pflege-Verbänden und Initiativen. Ziel der AOK-Kampagne ist es, für eine offene Fehlerkommunikation in Pflege-Einrichtungen und Kliniken zu sorgen. Laut einer aktuellen Studie des Zentrums für Pflegeforschung und Beratung der Hochschule Bremen werden Behandlungs- oder Pflege-Fehler nur selten gemeldet. Für diese Kampagne ist die AOK eine unheilvolle Medienkooperation mit der BILD-Zeitung eingegangen. Die BILD-Zeitung ist bekannt dafür, dass sie mit negativen Berichten über die Pflege Auflage macht. So wird das Thema Gewalt im Pflegeheim regelmäßig auf die Titelsseite gebracht oder versucht mit falschen Zahlen zum “Alten-Export” ins Ausland einen Trend auszurufen.
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