05.03.2013

Pflegeversicherung Teil 2

Gestern schrieb ich hier über die stagnieren Zahlen der Abschlüsse einer Pflegeversicherung. Auf finanzen.de schreibt Christian Hafler nun über den "Münchener Verein", der auf Kritik reagiert und eine neue "Kombi-Pflegeversicherung" anbietet.


Mit dem Start des Pflege-Bahr hat der Münchener Verein sein bewährtes Pflegevorsorgeprodukt Deutsche Privat Pflege förderfähig gemacht, heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung der Versicherungsgruppe. Bei Abschluss des neuen Kombi-Angebotes DPP Plus können Versicherte ab sofort einen jährlichen Zuschuss in Höhe von 60 Euro vom Staat erhalten und gleichzeitig von mehreren Angebotsvorteilen profitieren. Die Pflegetagegeldversicherung bietet unter anderem eine Weltgeltung, eine verkürzte, dreijährige Wartezeit sowie einen Inflationsschutz. Zudem können Pflegeversicherte beim Münchener Verein kostenlose Zusatzleistungen wie die 24h-Pflegeplatzgarantie und die 48h-Kurzzeitpflegeplatzgarantie erhalten.
Der Münchener Verein reagiert mit seinem neuen Pflege-Tarif darauf, dass viele deutsche Rentnerinnen und Rentner ihren Ruhestand mittlerweile außerhalb von Deutschland verbringen und auch die Pflege im Ausland wegen der hierzulande stetig steigenden Gesundheitskosten immer attraktiver wird. Die geförderte Deutsche Privat Pflege Plus bietet daher einen weltweiten Pflegeschutz. „Natürlich hat die Lebenssituation eines Pflegebedürftigen nichts gemein mit einem Luxusurlaub in Thailand“, erklärt dazu Dr. Rainer Reitzler, Vorstandsvorsitzender der Münchener Verein Versicherungsgruppe. „Es geht vielmehr darum, ihm ein selbstbestimmtes Leben auch im Pflegefall zu ermöglichen.“ Die gesetzliche Pflegeversicherung leistet derzeit nicht, wenn ein Pflegebedürftiger außerhalb der Europäischen Union die Unterstützung einer Pflegekraft in Anspruch nimmt. Auch im europäischen Ausland müssen Pflegebedürftige auf viele Sachleistungen der deutschen Pflegekassen verzichten.Pflegeschutz mit dem förderfähigen Kombipaket
Das förderfähige Kombiangebot vom Münchener Verein ist allerdings kein reiner Pflege-Bahr-Tarif und somit auch nicht für jeden ohne Gesundheitsprüfung erhältlich. Der Anbieter wirbt zwar einerseits damit, dass die Versicherten durch die staatliche Förderung von einem Beitragsvorteil profitieren können. Andererseits bestätigte der Münchener Verein auf Nachfrage aber auch, dass man das Kombi-Produkt für Kunden mit schwierigen Risiken leider nicht anbieten könne.  

Dieser Weg zeigt, dass die Lösung oft in der Mitte liegt. Die Versicherungen haben natürlich Interesse daran, sich ihre Kunden aussuchen zu können und Geld verdienen zu können. Und auch Kunden wollen nicht unbedingt einzahlen, wenn sie wissen, dass es Leute gibt die nach fünf jährigem einzahlen hoher Wahrscheinlichkeit nach Pflegefälle werden, die im Endeffekt wesentlich weniger einzahlen als sie herausgezahlt bekommen.
Mehr dazu auf www.finanzen.de
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Dieses Geld nun über eine Versicherung organisiert zu generieren ist in meinen Augen ein richtiger und wichtiger Schritt in der Finanzierung der Pflege in Zukunft

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